Aus Ideen werden Projekte: Wald im Pinzgau gestaltet seine Zukunft gemeinsam

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11.08.2026
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Wald im Pinzgau zeigt, wie eine ländliche Gemeinde auch in Zukunft lebenswert bleibt. Gemeinsam mit dem SIR-Programm Zukunftsraum Gemeinde entwickeln Bürger:innen, Gemeinde und Expert:innen eine Zukunftsvision und bringen bereits erste Projekte erfolgreich auf den Weg.

Mit ihrer Lage zwischen den malerischen Kitzbüheler Alpen und den Hohen Tauern gilt die Gemeinde Wald im Pinzgau als beliebtes Tourismusziel, das sowohl Sommer- als auch Wintersportbegeisterte lockt. Die vergleichsweise weiten Wege zu regionalen Zentren erschweren es der Gemeinde jedoch zunehmend, vor allem für junge Menschen attraktiv zu bleiben. Umso wichtiger ist es für die Gemeinde deshalb, die Lebensqualität vor Ort zu sichern und so für junge Menschen und Familien langfristig lebenswert zu bleiben.

Genau hier setzt das Programm Zukunftsraum Gemeinde an: Gemeinsam mit den Prozessbegleiter:innen Christian Haselsberger und Diana Schmiderer sowie engagierten Bürgerinnen und Bürgern hat die Gemeinde einen breiten Beteiligungsprozess gestartet. Dabei wurden Gemeindemitglieder aktiv dazu eingeladen, gemeinsam an ihren Ideen und Vorstellungen für ein künftiges Wald in Pinzgau zu arbeiten. Das Ergebnis: Ein umfangreiches Zukunftsprofil mit einer Vision für die Gemeinde Wald im Pinzgau sowie konkrete Projektideen und auch bereits erste Umsetzungen – von Bürger:innen für Bürger:innen.

Beteiligung von Anfang an

Von Beginn an stand im Begleitprozess die Bevölkerung im Mittelpunkt. Ein per Zufall ausgewählter Bürger:innenrat, öffentliche Zukunftswerkstätten, Jugendbeteiligung, Projektwerkstätten und zahlreiche Dialogformate schufen Raum für Ideen und Diskussionen. Das Team von Zukunftsraum Gemeinde im SIR koordinierte den Prozess gemeinsam mit den Prozessbegleiter:innen und unterstützte die Gemeinde bei der Vorbereitung, Organisation und Umsetzung der Beteiligung.

Ein besonderer Fokus lag beim Zukunftsraum Gemeinde-Prozess in Wald auf den Jugendlichen. Um aber nicht nur über junge Menschen zu sprechen, sondern sie direkt miteinzubeziehen, arbeiteten die Prozessbegleiter:innen und Gemeinde stark mit der Organisation Akzente Salzburg zusammen. In gemeinsamen Workshops und Befragungen konnten die Jugendlichen von ihren Herausforderungen erzählen und ihre Wünsche und Ideen an die Gemeinde äußern. Daraus entstanden konkrete Projekte wie ein neuer Jugendraum, der heute in einem Gebäude der Kirche untergebracht ist und der den Jugendlichen zu jeder Jahreszeit einen konsumfreien Treffpunkt bietet.

Aus Ideen werden Projekte

Damit die Beteiligung nicht bei den Ideen endet und Projekte auch wirklich umgesetzt werden, braucht es neben der richtigen Unterstützung von außen auch engagierte Menschen vor Ort. Um das Engagement zu stärken und fördern, wurden in Wald im Pinzgau acht Projektgruppen mit unterschiedlichen Schwerpunkten gegründet, die die Umsetzung von Ideen vorantreiben.

So entstand unter anderem die Projektgruppe „Wald rührt um“, deren Ursprungsidee es war, Menschen bei gemeinsamen Eintopf-Abenden zusammenzubringen. Diese Idee entwickelte sich rasch in eine Vortragsreihe rund um die Themen Eigenvorsorge und Klimawandelanpassung weiter. Die Anwesenden tauschten sich beim gemeinsamen Essen zu ihren Erfahrungen rund um Hochwasserschutz, Brandschutz oder Blackout-Vorsorge aus, sammelten praktische Tipps und organisierten im Anschluss sogar eine Sandsack-Aktion, bei der Bürger:innen kostenlos Sandsäcke befüllen konnten, um sich besser auf Starkregenereignisse vorzubereiten.

Auch im sozialen Bereich wurden wichtige Impulse gesetzt. Die Projektgruppe „Z’samheutn & dahoam bleiben“ arbeitet daran, Angebote für ältere Menschen auszubauen und ehrenamtliche Unterstützungsangebote wie Fahrdienste weiterzuentwickeln. Ziel ist es, älteren Menschen einen längeren Verbleib in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen und gleichzeitig den sozialen Zusammenhalt in der Gemeinde langfristig zu stärken.

Vernetzung schafft Mehrwert

Im Basisprozess der Gemeinde Wald lag ein besonderer Mehrwert in der engen Zusammenarbeit verschiedener Partner. Das SIR vernetzte die Gemeinde unter anderem mit der KLAR! Pinzgau, der Sozialkoordination Oberpinzgau sowie weiteren regionalen Initiativen. Dadurch wurden Projekte schneller umgesetzt und fachliche Unterstützung wurde gezielt eingebunden.

Durch die intensive Zusammenarbeit von Bürger:innen, Gemeindevertreter:innen und Partner:innen entstand am Ende ein umfangreiches Zukunftsprofil, das den klaren Weg für die Gemeinde Wald im Pinzgau zeigt. Mit der Präsentation des Zukunftsprofils wurde der Prozess nicht abgeschlossen, sondern ein gemeinsamer Fahrplan für die kommenden Jahre geschaffen. Viele Projekte befinden sich bereits in Umsetzung, andere werden Schritt für Schritt weiterentwickelt. Das SIR begleitet die Gemeinde auch nach Abschluss des Basisprozesses weiterhin und unterstützt bei Fragen sowie möglichen Folgeprojekten.

Das Beispiel Wald im Pinzgau zeigt eindrucksvoll, was Bürger:innenbeteiligung bewirken kann: Wenn Verwaltung, Politik und Bevölkerung gemeinsam an einer Zukunftsvision arbeiten, entstehen nicht nur gute Ideen, sondern konkrete Projekte, die die Lebensqualität vor Ort nachhaltig verbessern. Zukunftsraum Gemeinde schafft dafür den passenden Rahmen und stärkt gleichzeitig eine Beteiligungskultur, die weit über den eigentlichen Prozess hinauswirkt.

Weitere Details zum Zukunftsraum Gemeinde-Prozess in Wald sowie das Zukunftsprofil finden Sie hier: Zukunftsraum Gemeinde Wald im Pinzgau

Jetzt für Zukunftsraum Gemeinde 2026 bewerben

Gemeinden, die ihre Zukunft gemeinsam mit der Bevölkerung aktiv gestalten möchten, können sich auch 2026 für das Programm Zukunftsraum Gemeinde bewerben. Das SIR begleitet teilnehmende Gemeinden bei der Entwicklung und Umsetzung strukturierter Beteiligungsprozesse und unterstützt dabei, gemeinsam mit Bürger:innen tragfähige Zukunftsperspektiven und konkrete Projekte zu entwickeln. Interessierte Gemeinden können sich per E-Mail an zukunftsraum.gemeinde@salzburg.gv.at wenden und sich für eine Teilnahme bewerben.

 

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