Lebendige Ortszentren als Schlüssel für nachhaltige Gemeindeentwicklung

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06.10.2026
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Lebendige Ortszentren schaffen Identität, fördern Begegnung und sparen wertvolle Flächen. Doch wie gelingt Ortskernstärkung in der Praxis und welche Projekte werden in Salzburg bereits erfolgreich umgesetzt?

Ob ein Ortskern lebendig ist, zeigt sich im Alltag: Man erledigt Einkäufe im Ort, trifft dabei Bekannte auf einen kurzen Austausch und Kinder gelangen sicher zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule. Wo Geschäfte schließen und Gebäude leer stehen, gehen diese Qualitäten verloren. Gleichzeitig wächst die Siedlungsentwicklung oft an den Ortsrändern weiter, während bestehende Flächen und Gebäude im Zentrum ungenutzt bleiben. Eine nachhaltige Entwicklung setzt daher dort an, wo bereits Infrastruktur, Geschichte und Gemeinschaft vorhanden sind.

In Salzburg arbeiten zahlreiche Gemeinden seit Jahren daran, ihre Ortszentren zu stärken. Die positiven Beispiele sind vielfältig. Manche beginnen mit kleinen Maßnahmen im öffentlichen Raum, andere mit einem Rad- und Fußverkehrskonzept oder gleich mit einem integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) für den gesamten Ortskern. Wird eine Gemeinde in das Ortskernstärkungsprogramm aufgenommen, ist die Begleitung durch das SIR vom Land finanziert. Werden darüber hinaus Konzepte oder Entwürfe an externe Planungsbüros vergeben, fördert das Land auch diese Leistungen. Derzeit begleitet das SIR 17 Gemeinden bei solchen Prozessen.

Unterstützung für Gemeinden

Das Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen (SIR) begleitet Gemeinden bei der Ortskernstärkung mit Unterstützung des Landes. Die Beratung durch die Expert:innen der Dorf- und Stadtentwicklung erfolgt unabhängig und für Gemeinden kostenfrei.

Gemeinsam mit den Verantwortlichen vor Ort wird analysiert, welche Herausforderungen bestehen und welche Maßnahmen realistisch umsetzbar sind. Das Angebot reicht von Entwicklungskonzepten, Standortanalysen und Machbarkeitsstudien bis hin zur Moderation von Beteiligungsprozessen.

Darüber hinaus berät das SIR zu Themen wie Leerstandsmanagement, Verkehrsberuhigung oder der Gestaltung von Plätzen und Freiräumen. Ein wichtiger Schwerpunkt liegt auch auf der Finanzierung: Gemeinden erhalten Unterstützung bei der Suche nach passenden Förderprogrammen und bei der Entwicklung tragfähiger Projekte. Durch die enge Zusammenarbeit mit Fachabteilungen des Landes und einem breiten Netzwerk an Expert:innen können Vorhaben effizient begleitet und umgesetzt werden. Bei Bedarf übernimmt das SIR auch die Rolle als federführender Partner.

Praxiswissen und neue Perspektiven beim Gemeindetag 2026

Wie Gemeinden ihre Ideen erfolgreich gemeinsam mit dem SIR umsetzen, zeigt der erste SIR-Gemeindetag. Dabei berichten Gemeinden aus erster Hand über ihre Erfahrungen, Herausforderungen und Erfolgsfaktoren zum Thema Ortskernstärkung. Es geht sowohl um den Umgang mit Leerstand als auch um Fragen der Finanzierung, Bürger:innenbeteiligung und Projektentwicklung.

Zum Thema Ortskernbelebung berichten zwei Bürgermeister: Erich Czerny über die Dorfentwicklung in Krimml und Johannes Fürstaller über das Schaberhaus in Ebenau, ein früherer Leerstand, der heute wieder genutzt wird. Im Mittelpunkt stehen jene Erfahrungen, die im Alltag tatsächlich weiterhelfen: Was hat funktioniert? Welche Stolpersteine gilt es zu vermeiden? Und wie wird aus einer guten Idee ein realisierbares Projekt?

Jetzt zum Gemeindetag 2026 anmelden

Wer neue Perspektiven für die Entwicklung des eigenen Ortskerns gewinnen, von erfolgreichen Praxisbeispielen lernen und sich mit Fachleuten austauschen möchte, sollte den Gemeindetag 2026 am 15. Oktober im Kulturzentrum Hallwang nicht verpassen.

Melden Sie sich jetzt zur Veranstaltung an und holen Sie sich wertvolle Impulse für die Zukunft Ihrer Gemeinde!

Zur Anmeldung für den SIR-Gemeindetag 2026

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