1.000 naturfreundliche Gärten in Salzburg: „Natur im Garten“ feiert Jubiläum

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21.10.2026
Zwei Frauen und ein Mann halten die Natur in der Gemeinde-Plakette in der Hand

Naturnahe Gestaltung fördert die Artenvielfalt und schafft wertvolle Lebensräume. Die Programme „Natur im Garten“ und „Natur in der Gemeinde“ unterstützen Privatpersonen und Gemeinden dabei.

Wo Wildblumen blühen, Schmetterlinge Nahrung finden und Vögel in Hecken Schutz suchen, wird sichtbar, wie wertvoll naturnahe Grünflächen sind. Seit 2020 zeichnet das SIR gemeinsam mit dem Land Salzburg mit der Initiative „Natur im Garten“ Privatpersonen, Organisationen, Schulen und Gemeinden aus, die ihre Gärten ökologisch bewirtschaften.

Nun wurde die 1.000. Plakette verliehen: Verena Brunner, die ihren Garten am Stadtrand von Salzburg mit viel Gespür für ökologische Zusammenhänge pflegt, erhielt die Jubiläumsplakette. Sie verzichtet auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel, düngt mit selbst erzeugtem Kompost und bewässert ihre Pflanzen mit gesammeltem Regenwasser. Auch Brennnesseln dürfen wachsen – sie sind eine wichtige Nahrungsquelle für die Raupen verschiedener Schmetterlingsarten. So entsteht selbst auf begrenztem Raum ein vielfältiger Lebensraum.

Öffentliche Grünflächen dürfen aufblühen

Was im privaten Garten gelingt, lässt sich auch auf öffentlichen Flächen umsetzen. Mit dem Programm „Natur in der Gemeinde“ unterstützt das SIR Salzburger Gemeinden dabei, Rasenflächen in artenreiche Blumenwiesen zu verwandeln, heimische Pflanzen zu setzen und naturnahe Lebensräume zu schaffen. Aus wenig genutzten Grünstreifen können blühende Inseln werden, Hecken bieten Vögeln Schutz und strukturreiche Flächen schaffen Nahrung und Unterschlupf für Insekten.

Das SIR begleitet Gemeinden von der Auswahl geeigneter Flächen über die Planung und Umsetzung bis zur passenden Pflege. Fachliche Beratung, Unterstützung bei der Pflanzenauswahl und Informationen für Bauhofmitarbeiter helfen dabei, die Maßnahmen langfristig erfolgreich zu gestalten. Davon profitieren nicht nur Tiere und Pflanzen: Naturnahe Grünflächen werten das Ortsbild auf, verbessern die Lebensqualität und können den Pflegeaufwand verringern.

Gemeinsam mehr Artenvielfalt schaffen

Für die Teilnahme am Programm „Natur in der Gemeinde“ können sich Salzburger Gemeinden online für den Begleitprozess bewerben. Voraussetzung ist ein Beschluss der Gemeindevertretung, mit dem sich die Gemeinde zu ökologischen Mindestkriterien bekennt: dem Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide, chemisch-synthetische Dünger und Torf. Außerdem setzt das Programm auf regionale Pflanzen, geeignetes Saatgut und eine fachgerechte Pflege. Die Gemeinde stellt dafür öffentliche Flächen sowie Arbeitsleistungen und Maschineneinsatz des Bauhofs langfristig zur Verfügung.

Ob im eigenen Garten oder auf öffentlichem Grund: Mit heimischen Pflanzen, vielfältigen Strukturen und einer ökologischen Pflege entstehen Lebensräume direkt vor unserer Haustür.

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