Rückblick: Salzburger Naturgefahrentagung 2026

AktuellesSalzburger Naturgefahrentagung 2026
26.02.2026
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In sieben spannenden Vorträgen widmeten sich Experten der Frage „Welche wichtige Rolle spielt der Schutzwald im Klimawandel?“ und zeigten, dass unsere Schutzwälder weit mehr als nur Landschaft sind.

Zahlreiche Fachleute aus Wissenschaft, Verwaltung und Praxis kamen am 19. Februar auf der Salzburger Naturgefahrentagung 2026 zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Lösungsansätze zum Thema Schutzwald auszutauschen. In sieben Fachvorträgen und einer abschließenden Podiumsdiskussion wurde deutlich: Schutzwälder sind weit mehr als nur Landschaft – sie sind ein unverzichtbarer, natürlicher Schutzschild für Siedlungen, Infrastruktur und Lebensräume in Salzburg.

Ein natürlicher Schutzschild mit Zukunft

Ob Lawinen, Steinschlag, Muren oder Hangrutschungen – Schutzwälder leisten einen entscheidenden Beitrag zur Sicherheit in alpinen Regionen. Gleichzeitig stehen sie durch den Klimawandel selbst unter Druck: steigende Temperaturen, Extremwetterereignisse und veränderte Vegetationsperioden und Wachstumsbedingungen beeinflussen Stabilität und Funktion dieser sensiblen Ökosysteme. Die Beiträge der Tagung zeigten eindrucksvoll, wie sich der Wald in Salzburg verändert und welche Strategien notwendig sind, um den Schutzwald an die raschen klimatischen Veränderungen anzupassen und ihn langfristig zu stärken.

Ein zentrales Ergebnis der Tagung: Schutzwaldmanagement darf nicht erst einsetzen, wenn Probleme auftreten. Vielmehr braucht es eine vorausschauende, kontinuierliche Bewirtschaftung – von Aufforstung über Jungwuchspflege bis hin zur nachhaltigen Bestandspflege. Nur so kann der Schutzwald seine Funktionen auch in Zukunft zuverlässig erfüllen.

Wissen teilen, gemeinsam handeln

Die Naturgefahrentagung bot einen breiten Überblick – von klimatischen Veränderungen in Salzburg über Waldbau im Klimawandel bis hin zu praktischen Schutzwaldprojekten und Fördermöglichkeiten für Gemeinden.

Das SIR-Programm Klima Wandel Anpassung Salzburg zeigte dabei einmal mehr seine Rolle als Plattform für Wissenstransfer und Zusammenarbeit. Gemeinsam mit den Partnern KLAR! Pinzgau, KLAR! Pongau und der Universität Salzburg wurde ein Raum geschaffen, in dem Erfahrungen geteilt, Perspektiven entwickelt und konkrete Lösungsansätze diskutiert werden konnten.

 

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