Nachhaltige Siedlungsentwicklung: Ungenutzte Potenziale im Bestand mobilisieren

AktuellesNachhaltige Siedlungsentwicklung: Ungenutzte Potenziale im Bestand mobilisieren
13.02.2026
12 Personen stehen auf einer Treppe in einem Gebäude mit viel Glas und Holz

Mehr Wohnraum, ohne neue Flächen zu verbrauchen: Das EU-Projekt BONUS Wohnraum zeigt, wie Gemeinden ungenutzte Potenziale im Gebäudebestand erkennen und aktivieren können.

Wohnraumbedarf, steigende Wohnfläche pro Kopf und der damit verbundene (hohe) ökologische Fußabdruck beschäftigen viele Gemeinden. Gleichzeitig gibt es in vielen Ortskernen und älteren Wohngebieten ungenutzte Potenziale für die nachhaltige Nachverdichtung und Sanierung. Das EU-Projekt BONUS Wohnraum rückt ungenutzten oder unternutzten Wohnraum, nicht ausgebaute Kubaturen oder überdimensionale Freiflächen auf bereits bebauten Grundstücken in den Fokus und priorisiert dieses Potenzial gegenüber Neubauten auf der „grünen Wiese“.

Nachhaltige Siedlungsentwicklung als gemeinsames Ziel

Ziel des Projekts ist es, Gemeinden auf dem Weg zu einer nachhaltigen Siedlungsentwicklung zu unterstützen. Die im Projekt erarbeiteten Lösungsansätze und Handlungsanleitungen dienen den Entscheidungsträger:innen als Grundlage und Werkzeug dafür. Die Ergebnisse des Projekts sollen die Gemeinden zu einer aktiven und mutigen Planung motivieren, um bereits bestehende Möglichkeiten für neuen Wohnraum zu nutzen und gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Ein besonderes Element ist ein Beratungstool für Hauseigentümer:innen, das gezielt dabei unterstützt.

BONUS Wohnraum verbindet zwei zentrale Herausforderungen unserer Zeit:  die Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum und die Reduktion von CO₂-Emissionen. Statt zusätzliche Flächen zu versiegeln, werden bestehende Strukturen klimagerecht saniert, weiterentwickelt und effizient genutzt.

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Mit einem Kick-Off-Meeting Anfang Februar in Kempten ist das dreijährige Projekt nun offiziell gestartet. Sechs Partner aus Salzburg, Tirol, Oberbayern und Schwaben arbeiten bis Dezember 2028 gemeinsam an Strategien für eine effiziente Nutzung des Wohngebäudebestands. Neben dem SIR besteht das Projektteam aus dem Energie- und Umweltzentrum Allgäu, der Energieagentur Tirol, der Bürgerstiftung Energiewende Oberland, den Research Studios Austria und der Chiemgau GmbH.

Gefördert wird BONUS Wohnraum im Rahmen von Interreg Bayern–Österreich durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Das Gesamtprojektbudget beträgt rund 1,03 Millionen Euro, davon 75 Prozent EFRE-Fördermittel der Europäischen Union.

Logo Interreg Bayern-Österreich

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